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Der Übergang... Hamm. Es ist ein Einschnitt in der Geschichte der Veranstaltung. Und das nicht nur, weil das Turnier mit der 18. Austragung seine „Volljährigkeit“ erreicht hat. Vielmehr haben die gestern beendeten „Sparkasse Hamm Ladies Open“ den Beginn eines schleichenden Prozesses erlebt. Die langsame Übertragung von Verantwortung an die „nächste Generation“. Seit der ersten Auflage 1993 prägten Brigitte und Hans Mathiak sowie Günter Darenberg das Tennisturnier beim TuS 59, sie bildeten die Leitung. In diesem Jahr begann die allmähliche Einarbeitung der vorgesehenen Nachfolger. David Schwätter, Sina Griese, Andre Peters und Jens Mathiak, ein Quartett von Mittzwanzigern aus dem Verein, soll nach und nach in die Fußstapfen der bisher Verantwortlichen treten. „Der Generationswechsel ist eingeläutet. Das haben wir extra frühzeitig gemacht, damit das Ganze störungsfrei über die Bühne geht“, sagt Darenberg. Womit klar sei, dass „es hier auch nach dem 20. Mal weitergeht“. Spätestens dann soll sich die Arbeitsverteilung umgekehrt haben. Derzeit sind die „Nachwuchskräfte“ noch eher Lehrlinge, schauen über die Schulter, übernehmen einzelne Aufgaben, um die Abläufe kennen zu lernen und Routine zu bekommen. Sei es bei Kleinigkeiten wie der Ansage von Spielen oder umfassenderen Arbeiten wie die mit dem Computer oder das Dirigieren des 40-köpfigen „Heeres“ von Helfern. Und nicht zuletzt sind da die „weichen Faktoren“ (Darenberg), das Knüpfen und die Pflege von Kontakten. Das wichtigste Element für ein Turnier, das sich einen „persönlichen, familiären Charakter“ auf die Fahnen geschrieben hat. Das ist ein Aspekt, der David Schwätter zur Mitarbeit bewogen hat. Der 25-jährige Student ist wie seine drei nachrückenden Kollegen fest ins Vereinsleben eingebunden, ist unter anderem als Spieler und Trainer aktiv – und hat die Organisation von der Pike auf kennen gelernt. „Es hat damit angefangen, dass ich beim Aufbau geholfen habe“, erzählt Schwätter. Fortan waren die „Open“ ein Pflichtterrmin für ihn. „Es macht mir Spaß, ich bin gerne den ganzen Tag hier“, sagt er. „Sonst könnte man das Ganze allerdings auch nicht so aufziehen.“ Was Darenberg bestätigt, für den „sein“ Turnier auch „ein Stück weit Lebensverwirklichung“ ist. Unter seiner Ägide hat sich die TuS-Veranstaltung längst etabliert, viele Spielerinnen kommen seit Jahren gerne nach Hamm, sie „lassen alles stehen und liegen, wenn Günter anruft“, sagt Schwätter grinsend. Doch genau das ist auch ein Problem. Denn das deutsche Damentennis steckt ebenfalls mitten im Generationswechsel, für Darenberg ein „fast schon schmerzlicher“. Zwar triumphierten diesmal noch die Routiniers. Aber Spielerinnen wie Lydia Steinbach, Hannah Krampe oder Manon Kruse, die zum Inventar des TuS-Turniers gehörten, werden aus Altersgründen oder beruflich bedingt nicht mehr ewig dabei sein. Der Kreis von Aktiven, der mit dem Turnier mitgewachsen ist, wird kleiner. Darenberg weiß, dass nun auch eine neue Klientel erschlossen werden muss, und das funktioniert nicht mehr alleine über die Mundpropaganda. Auch deshalb sollen Schwätter und Co. eingebunden werden. Denn, so Darenberg, „junge Leute haben zur jungen Generation von Spielerinnen einfach einen ganz anderen Draht“.
Quelle: Westfälischer Anzeiger
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